Südsteiermark

Südsteiermark Rebenland Leutschach

Krönungsfestakt der Steirischen Hopfenkönigin

Sonntag, 22. August 2010
ab 11 Uhr am Hauptplatz Leutschach

Neue Spitzmühle

Je nach Wasserverhältnisse, Gefälle oder betrieblihen Erfordernissen entwickelten sich verschiedene Radtypen.

Drei Arten von Wasserrädern werden seit der Antike gebaut:

  • Horizontalrad (Turbinenmahlgang)
    In der Steiermark nicht gebräuchlich
  • Oberschlächtiges Wasserrad
    Die Wasserzufuhr erfolgt von oben in Schaufelzellen. Vor allem für gefällreiche Bäche geeignet.
  • Bei unterschlächtigen Rädern erfolgt die Energieaufnahme durch Stoß. Ihr Wirkungsgrad ist geringer als bei anderen Techniken. Durch "Vorspannen" des Wassers mittels eines Staubrettes kann der Stoßimpuls verstärkt werden.

Purkitzermühle

Als die Menschen vor rund 6000 Jahren begannen, Getreide anzubauen und zu nützen, entwickelte sich auch die erste Mahltechnik. Mit Reibsteinen konnte eine Frau pro Tag für etwa 8 Personen Brotmehl mahlen.

Das Zerstampfen des Korns in Mösern ergab groben Schrot. Seit etwa 500 v. Chr. gelangten Handdreh- oder Kastenmühlen in Verwendung. Form und Technik erhielten sich in unserem Raum bis ins 20. Jahrhundert.

Von Tieren betriebene Glocken- oder Trichtermühlen entwickelten die Griechen und Römer seit dem 4. Jahrhundert v. Chr. Etwa zur selben Zeit kamen aus Kleinasien die ersten mit Wasserkraft betriebenen Mühlen. Erst ab dem 12. Jahrhundert gewinnen diese in unserem Raum an Bedeutung.

Der ältere Typus, die Stockmühle, ist bis heute in Kärnten und Osttirol zu finden. Über ein waagrecht laufendes Schaufelrad und einen senkrecht rotierenden Stock überträgt sich die Drehkraft auf die Mühlsteine. In der Radmühle wird die Kraft vom senkrecht drehenden Mühlrad über den waagrechten Wellbaum übertragen. Hausmühle Purkitzer. Stilllgung im Zusammenhang mit der Elektrifizierung des Betriebes in den 50er Jahren.

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