Geschichte der Gemeinde Eichberg-Trautenburg
Ein Hügelgräberfeld aus der römischen Kaiserzeit in Eichberg (Fakitsch-Wald), bestehend aus 8 Grabhügeln und 7 Tumuli lässt annehmen, dass im Gemeindegebiet zu dieser Zeit Menschen gesiedelt haben.
Die Gemeinde Eichberg-Trautenburg besteht aus den beiden Katastralgemeinden Eichberg und Kranach und ist eine Gründung des ausgehenden 19. Jahrhunderts. Da auf dem Gemeindegebiet keine grundherrliche Domäne bestand und Eichberg der Pfarre Leutschach inkorporiert ist, weist die Gemeinde keine historischen Gebäude und Denkmäler auf. Die Herrschaften Schmierenberg, Straß, Arnfels, Trautenburg, Wagna, Melletin, Amthof und Ehrenhausen waren im Gemeindegebiet gebütert und teilten sich die Huben und Weingärten des Gebietes auf.
Eichberg wird erstmals im Urbar Herzog Albrechts I. 1295 als "Aichperg" genannt, man wird aber mit einer älteren Gründung der Streusiedlung zu rechnen haben, da die umliegenden Gegenden bereits im ausgehenden 12. Jahrhundert und beginnenden 13. Jahrhundert genannt werden. Im Gemeindegebiet lagen auch die Lehen der Grafen von Cilli und des Stifes St. Paul im Lavanttal. Die beiden Katastralgemeinden sind gekennzeichnet durch intensiven Weinbau, der sich bis ins 13. Jahrhundert zurückverfolgen lässt, aber auch älter sein dürfte. In allen Urkunden und Dokumenten tauchen immer wieder mehrheitlich slawische Namen auf, ein Hinweis darauf, dass im Gemeindegebiet hauptsächlich slawische Bevölkerung ansäßig war. Auch die Nennung eines Suppan (=slawische Bezeichnung für den Dorf- oder Sippenältesten) für das Jahr 1521 zeugt von der slawischen Besiedlung.
Die Anwesen wurden im 14. und 15. Jahrhundert von der Pest heimgesucht, wie die Angaben über Verödung in den beiden Katastralgemeinden berichten (ca. 38,5 % aller Anwesen waren verödet oder wurden von anderen Bauern mitbewirtschaftet). Die Gemeinde Eichberg-Trautenburg wurde im Jahre 1883 selbständig, ebenso die Gemeinden Schloßberg und Glanz. Die Gemeinde weist keinen Ortskern auf und grenzt an die Gemeinden Gamlitz, Glanz, Leutschach, Schloßberg, Arnfels, St. Johann i. Saggautal und Großklein. Das Gemeindegebiet von Eichberg-Trautenburg wird vorwiegend land- und forstwirtschaftlich genutzt. Die Intensivkulturen Wein- und Hopfenbau haben sich ausgeweitet.
