Anwesen Koschutta
In abgelegenen Gebieten war man oft auf sich angewiesen. Die Versorgung mußte weitgehend unabhängig sein, die Wirtschaft vielseitig und umfassend. Dieser Umstand bedingt eine Vielzahl unterschiedlicher Arbeits- und Lebensbereiche innerhalb eines Hofes. Im Haufenhof entspricht jedem dieser Bereiche ein eigenes Gebäude: Wohnhaus, Großviehstall, Hühnerstall, Scheune, Backofen, Spinnstube, Mühle, Austraghaus, Imkerei, Darre, Weinkeller und vieles andere mehr, ganz nach Bedarf. Im Gruppenhof sind die Funktionen bereits teilweise räumlich zusammengelegt.
"Das Haus gehört neben der Siedlung zu den naturgebundensten Elementen der Volkskultur."
Naturgegebene Umstände und die daraus entstandenen Wirtschaftsformen ließen allerorts typische Bau- und Hofformen entstehen, die den Bedürfnissen gerecht wurden.
Historische Spitzmühle
Die häufigsten Nennungen der "Schmirnberger Mühle" sprechen dafür, daß die nachmalige "Spitzmühle" Teil der umfangreichen, zur Burg Schmirnberg gehörigen Besitzungen war. Entstanden ist die Mühle aber wohl erst geraume Zeit nach der Burg (12. Jhdt.).
"Die Häuser sind verfallen, die Stätten wüst und leer, und fragst du nach den Mühlen, du findest sie nicht mehr".
Die alte zweigängige Mühle hatte zwei wasserbetriebene Mühlräder, wodurch unabhängig voneinander zwei Mühlgänge möglich waren. Wie auch viele andere Lohnmühlen in der Region wurde die Spitzmühle bis in die 50er Jhare als reiner Familienbetrieb geführt. Durch die Konkurrenz der großen Handelsmühlen konnte sie dann einige Jahre nur noch für den Eigenbedarf und als Schrotmühle betrieben werden. Mitte der 60er Jahre musste das alte Mühlengebäude aufgrund von Einsturzgefahr abgetragen werden.

